Endlich in Afrika – Marokko

In Marokko suchen wir uns einen gut bewerteten Campingplatz an einer schönen Lagune, um eine heiße Dusche, eine Waschmaschine und etwas Ruhe für die leichte Erkältung zu finden, die sich anbahnt. Zwar kann man in Marokko in abgelegeneren Gebieten ohne Probleme frei stehen, wenn man sich aber etwas kleinen “Luxus” gönnen möchte, findet man diesen auf vielen Campinglätzen (z.B. Campingführer Marokko: Edith Kohlbach). 

Kormorane an der Lagune
Fischerboot

Zwischen den ganzen Wohnmobilen (“Yoghurtbechern”) treffen wir auf Birgitt und Thomas, zwei gewinnende Reisende, unterwegs im umgebauten Buschtaxi und haben einen schönen Abend mit den Beiden.

4×4 Frühstück am Campingplatz

Achtung Werbung 🙂 – Das stylische Buschtaxi hat Stehhöhe, einen Schlafplatz den man nicht immer auf- und abbauen muss, zwei bequeme Fliegersitze, viele praktische Klappen und Fächer und ist trotzdem ein zuverlässiges Geländefahrzeug, da wird man fast ein bisschen neidisch (Thomas plant und baut solche Individuallösungen mit ganz viel Erfahrung. Hier seine Website: toms-backup.de).

Affen in Europa!

Bei Nacht erreichen wir Gibraltar und parken auf einem empfohlenen Stellplatz (App: ProMobil, Stellplatzradar) um vor der Überfahrt noch einmal in Europa zu schlafen und ein letztes Mal Tapas in der Innenstadt zu essen. Der Morgen weckt uns mit Sonne und der Sicht auf den Rock of Gibraltar.

Wir nutzen die Zeit bis zur Fähre und wandern durch das dort ausgeschriebene Naturschutzgebiet (Upper Rock) und treffen dort nicht nur auf Berberaffen, sonder auch auf einen Primatenforscher. Brian hat es sich mit Monkey Talks (https://www.facebook.com/MonkeyTalkGibraltar/) zur Aufgabe gemacht das Bewusstsein für die Makaken von Gibraltar zu stärken.

Zwei stattliche Männchen der einzigen in Europa vorkommenden Primatenarten (recht Cemil, links Berberaffe)

Er bietet geführte Touren, die sicherlich sehr interessant sind, den in dem kurzen Gespräch das wir mit ihm hatten, haben wir schon jede Menge erfahren dürfen. Überigens sind Berberaffen “Monkeys” und keine “Apes” da sie, wenn auch nur einen stummeligen, Schwanz besitzen.

Denkmal an der Meerenge
In Gibraltar lebt man very british

 

Frühstück in der Friedhofsmensa in Granada

Wir fahren durch bis Granada und da es schon spät ist stellen wir uns auf den Parkplatz vor der Alhambra und schlafen im Auto. Am nächsten morgen folgen wir ein paar Fußgängern und landen eher zufällig in der Cafeteria des Friedhofs der Stadt. Das Frühstück zwischen Friedhofsbesuchern und den Fotos der kunstvollen Grabsteine ist seltsam aber sehr gut und günstig. Wir laufen über den antiken Friedhof auf denen wohlhabende Familien die Eingänge ihrer Gruften mit lebensgroßen Engles-, Kinder- und Jesusfiguren schmücken. In Mauergängen die so lang sind, dass man sich darin verirren kann, erstrecken sich Grabkammern in der Horizontalen.

Friedhofsgasse Granada

Die islamische Festung selbst liegt zwischen Olivenhainen und Orangenplantagen und ihre Schönheit, die vielen detailierten Verzierungen, das kollektive Staunen das man mit den anderen Touristen von einem Raum in den anderen trägt, kann man leider nicht mit einem Foto oder vielen Worten festhalten. Den Besuch dort kann man nur empfehlen. Leider haben wir viel zu wenig Zeit für die notwendige Parkplatzsuche um uns Granadas Altstadt und die von Eva empfohlenen Cafês zu besuchen.

Gärten um die Alhambra
Die Sicht auf den Palast aus dem Garten
Palastinnenhof
Stuckmuster an den Wänden
Verzierungen der Fensternischen

  

Toledo – Ein spanischer Bilderbuchort

Enge Gassen, sandfarbene, sonnenwarme Häuserwände, eine Mauer, eine monumentale Brücke die über einen Fluss in die Stadt führt, eine Kathedrale, eine Festung, Türmchen dazwischen Gärten mit Olivenbäume und den spitzzulaufenden Mitelmeer-Zypressen, fertig ist die spanische Bilderbuchstadt.

Brücke von Alcántara über den Tajo
Bilderbuchstadt Toledo
Kathedrale von Toledo

 

In Toledo findet man vorallem viele Touristen aus Asien, Antiquitätenhändler und jede Menge Schwerter von Mittelalter bis Mittelerde. In schlichter Schönheit kann man hier mitteralterliche Synagogen bewundern. 

Die Kirche Santa María la Blanc in Toledo – war ursprünglich eine Synagoge

Zwischenstopp in Madrid

In Großstädten hat der Defender keine Chance einen Platz in einem Parkhaus zu finden, in Madrid scheint die einzige Möglichkeit der Parkplatz am Hauptbahnhof zu sein.

Schlafplatz für den Defender – Parkplatz am Hauptbahnhof in Madrid (Suchbild)

Mit fast 40 Euro pro Nacht, ist es so, als würde man seinem Auto ein Hotelzimmer finanzieren. Während wir uns in der Stadt treiben lassen, Zeit finden Wäsche zu waschen und zu trocknen, Tapas futtern, ein bisschen Sightseeing machen und das Auto hoffentlich seinen luxuriösen Parkplatz genießt, klappt der Versand des inReach Explorers und wir können weiterfahren.

Sonnenuntergang in den Straßenschluchten Madrids
Nachtleben
Fleischeslust

Cuenca – Campen VOR dem Campingplatz

Wir mussten feststellen, dass unser Garmin inReach Explorer (vormals Delorme) Gerät immer öfter eine Fehlermeldung bringt und auch die (nur von Verwandten und engen Freunden) verfolgbaren GPS-Trackingpunkte nicht mehr zuverlässig setzt.  Die Fehlermeldung “Your inReach has been damaged. Messages cannot be sent or received. Contact Technical Support for assistance.” hört sich auch nicht danach an, als würde man sich weiter auf das Gerät verlassen wollen.

GPS-Gerät inReach Explorer von Garmin/Delorme

Garmin liefert uns gerne kostenlosen Ersatz, veranschlagt dafür aber mehrere Wochen für die Verschickung. Wir finden einen Onlinehändler, der uns ein neues Gerät an eine Hoteladresse in Madrid liefern kann und entscheiden uns für diese Lösung und den Umweg. Das alte Gerät kommt als Ersatz in die Alubox auf dem Dach und wird umgetauscht und verkauft, sobald wir zu Hause sind. Bevor wir Madrid erreichen, machen wir einen Übernachtungsstopp in Cuenca. Wir sind uns zwar sicher, dass der einzige Campingplatz geschlossen ist, da dieser aber der Karte nach etwas abseits liegt und wir sowieso die Hauptstraße verlassen wollen, um einen Schlafplatz zu suchen fahren wir mal hin. Wir finden eine ebene Fläche an einer Straße, die nachts nicht befahren ist und campen vor dem Campingplatz.

Campen vor dem Campingplatz

Während dem Frühstück in der Sonne und der Schlucht des Rîo Jûcar, zwischen Kletterfelsen begegnen wir einzelnen Joggern, Paddlern und kurz sogar einem blauschillerndem Eisvogel. 

Frühstück am Rîo Jûcar
Rîo Jûcar bei Cuenca

Die Altstadt Cuencas liegt auf einem Plateau zwischen dem Jûcar und dem Huêcar, hat verwinkelte Gassen von denen man hier und da in die Schlucht hinabsehen kann. Berühmt ist die Stadt für die hängenden Häuser.

Blick in die Schlucht von Cuenca
Cuencas Altstadt

 

Montserrat – Der zersägte Berg

Kloster am Montserrat

Das Montserrat nach seiner Form benannt wurde, hat uns die Rezeptionistin in unserem Hostel in Barcelona nicht erzählt, dafür aber dass die Einwohner Barcelonas dort Ruhe und Spiritualität finden.

Mit knapp 60 km Entfernung war uns das einen Umweg wert.

Schon von Weitem setzt sich das helle Grau des Berges gegen den Rest der Landschaft ab. In engen Serpentinen nähert man sich dem Benektinerkloster, das mit kostenpflichtigem Parkplatz, Seilbahn, Restaurant mit Aussicht, Museum und Museumsshop ganz an irdische Touristenströme angepasst scheint.

Bergbahn ohne Bahnbetrieb

Da wir uns ausserhalb der Saision bewegen, müssen wir uns den Parkplatz mit nur wenigen Touristen teilen, die Seilbahn hat geschlossen, das Restaurant umgehen wir mit eigenen Vorräten, das Museum nebst Shop lassen wir links liegen und wandern einfach ein bisschen durch den Berg.

Wenn die Sonne so vor dem tiefblauen Himmel zwischen den Felsspalten hervorstrahlt, dann hat die Dame aus Barcelona vielleicht doch recht gehabt.

Die Sonne am Montserrat

Barcelona: Viel Gaudi und noch mehr Tapas

Zu Barcelona gibt es so viel Reiseliteratur, dass wir nicht viel schreiben müssen.

La Sagrada Família

Mit 2,50 m Gesamthöhe ist die Parkplatzsuche für den Defender eine Herausforderung: Meistens enden die Parkgaragen bei 2,10 m.

 

 

In der “blauen Zone” findet man einen finanzierbaren Parkplatz, sonntags kostenlos, an Wochentagen in zwei kurzen Phasen kostenpflichtig.

 

 

Nicht Fahrerflucht – nur ein wegfahrendes Fahrzeug.

Zwischenfall: In Spanien existiert Fahrerflucht nicht. Das wusste auch der (mutmaßlich) angetrunke oder bekiffte Kerl, der versucht hat in die viel zu enge Lücke einzuparken und dabei den Defender und das andere Auto mehrmals gerammt hat. Darauf angesprochen, ist er schnell abgehauen, anstatt ins Röhrchen zu blasen. Metall gegen Plastik – 1:0 für den Defender.

Andorra: Steuer- und Naturparadies

Von Frankreich über Andorra nach Spanien. Der Tramper in Spanien, kurz nach der Grenze hat es gut zusammengefasst: “It’s just about shopping and skiing.” Und günstig tanken kann man auch. Wenn man aber genauer hinsieht, findet man fernab der Shoppingmeilen und der (Steuerflucht-)Banken, verschneite Berglandschaften, vereiste Gebirgsbäche und kleine winkelige Kirchen.

Vereister Gebirgsbach

Es wundert kaum, dass nirgendwo auf der Welt die Lebenserwartung höher ist.

Auf Andorras Feuerwehr ist auch in ungängingem Gelände Verlass.